München (epd). Das bayerische Kabinett unter Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bekommt einen neuen evangelischen Minister. Der bisherige CSU-Generalsekretär Markus Blume werde Nachfolger von Bernd Sibler (beide CSU) als Minister für Wissenschaft und Kunst, teilte Söder am Mittwoch mit. Markus Blume ist bekennender evangelischer Christ: Unter anderem ist er Mitglied der bayerischen Landessynode, also des evangelischen Kirchenparlaments in Bayern. Diesem gehörte auch der überzeugte Protestant Markus Söder selbst von 2014 bis 2018 an.

Blume ist nun einziger evangelischer Minister im ansonsten katholisch geprägten Kabinett. Carolina Trautner (CSU), die ebenfalls evangelisch ist, muss ihr Amt als Familien- und Sozialministerin an Ulrike Scharf (CSU) abgeben, die bereits unter Horst Seehofer Umweltministerin war. Der bisherige Präsident des Bayerischen Landkreistages, Christian Bernreiter (CSU), soll als Nachfolger von Kerstin Schreyer (CSU) Bau- und Verkehrsminister werden. Neuer Innenstaatssekretär wird Sandro Kirchner. Die Personalvorschläge werden nun den Landtag vorgelegt, der noch am Mittwoch darüber entscheiden soll.

Söder begründete seine Kabinettsumbildung mit Blick auf die Landtagswahl 2023 als "zentrale Weichenstellung für die Zukunft". Er wolle sein Team optimieren, die Gesamtaufstellung sei nun schlagkräftiger.

Die Landtagswahl 2023 werden immer wieder als "Schicksalswahlen" für Söder bezeichnet. 2018 hatte die CSU die Landtagswahlen zwar deutlich mit 37,2 Prozent gewonnen - für eine Partei, die aber traditionell die absolute Mehrheit im Blick hat, war das zu wenig. Bei den Bundestagswahlen 2021 kam die CSU in Bayern dann nur noch auf 31,7 Prozent.