Landshut (epd). Nach zwei Jahren Schließzeit wird die Schatzkammer der Pfarrei St. Martin in Landshut am Pfingstsonntag (5. Juni) wiedereröffnet. Aus dem 29 Meter hohen Gewölbe der Stiftsbasilika würde es auch wieder Blütenblätter regnen, teilte das Erzbistum München am Freitag mit. Den Auftakt macht ein Festgottesdienst um 11 Uhr. Anschließend stehe die Schatzkammer zur Besichtigung offen.

Die Schatzkammer ist sowohl ein Ausstellungsraum als auch ein Aufbewahrungsort für Kunstgüter, die bis heute in der Liturgie Verwendung finden. Eine Überarbeitung des Bestandes sei notwendig geworden, um ihn an moderne konservatorischen Ansprüche anzupassen, hieß es. Neben einem neuen Raumlicht-Konzept seien bestehende Vitrinen neu ausgestattet und farblich überarbeitet worden. Paramente oder liturgische Gewänder wurden restauriert, einige liturgische Geräte überarbeitet.

Die Schatzkammer der Pfarrei St. Martin wurde 1978 in der Allerseelenkapelle eingerichtet. Sie befindet sich im ehemaligen Sandstadel des Kollegiatstifts St. Martin und Kastulus. Das imposante Gebäude am Martinsfriedhof wurde Ende des 16. Jahrhunderts vom Landshuter Hofmaurermeister Franz Fracolosa erbaut und Anfang des 18. Jahrhunderts vom Stifts- und Stadtmaurermeister Wolfgang Eheham grundlegend umgestaltet.