München (epd). Um an das Leid von Heimkindern in den Jahren zwischen 1949 und 1975 zu erinnern, soll vor dem bayerischen Familienministerium in München ein Kunstwerk errichtet werden. Dazu werde ein Wettbewerb ausgelobt zum Thema "Heimkindheiten - Leid und Verantwortung?", teilte Ministerin Carolina Trautner (CSU) am Freitag mit. Künstlerinnen und Künstler können sich noch bis 14. März bewerben. Bei der Auswahl des Konzepts sollen auch Vertreter der "ehemaligen Heimkinder" beteiligt werden.

Das große Leid, das diesen Kindern widerfahren ist, habe sie zutiefst erschüttert, sagte Trautner. "Es ist jetzt an uns, ein Zeichen zu setzen. Ihre Schicksale dürfen sich nicht wiederholen und nicht vergessen werden." Sie begrüße es daher, dass die bayerische Staatsregierung zusammen mit evangelischer und katholischer Kirche in Bayern einen öffentlichen Ort der Erinnerung an das erlittene Unrecht schaffen werde.

Konkret bezieht sich Trautner auf Kinder, die zwischen 1949 und 1975 in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe, der Behindertenhilfe und in Psychiatrien untergebracht waren und dort in vielen Fällen Leid und Unrecht ausgesetzt waren.