München (epd). Private Anbieter von Pflegedienstleistungen in Bayern kritisieren die langwierige und bürokratische Anerkennung ausländischer Abschlüsse von Pflegefachkräften. Fachkräfte aus dem Ausland machten "inzwischen einen Bogen um Bayern" und gingen lieber in andere Bundesländer, teilte die bayerische Landesgeschäftsstelle des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) am Mittwoch in München mit. Fachkräfte würden dringend gebraucht, wegen der schleppenden Anerkennung internationaler Abschlüsse könnten ausländische Kräfte nicht eingesetzt werden.

"Die Unternehmen müssen von unnötiger Bürokratie und zu langen Bearbeitungszeiten befreit werden", sagte bpa-Landesgeschäftsstellenleiter Joachim Götz. Es dürfe auch nicht sein, dass sich Gesundheits- und Pflegeministerium auf der einen und das Innenministerium auf der anderen Seite die Verantwortung für die schleppenden Bearbeitungen von Abschlussanerkennungen geben. Beide Ministerien müssten sich gemeinsam um eine Lösung kümmern. Der bpa regte deshalb einen runden Tisch aller zuständigen Behörden, der beiden Ministerien und der Pflegeverbände an.