Augsburg (epd). Der Deutsche Städte- und Gemeindebund will wegen möglicher Sabotageakte auf die Energieversorgungsnetze in Deutschland mehr Investitionen in den Katastrophen- und Zivilschutz. "Ein Angriff auf kritische Infrastrukturen hätte gravierende Folgen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Augsburger Allgemeinen" (Samstag). Die Politik müsse den Zivilschutz wieder stärker in den Blick nehmen, sagte er: "Wir brauchen dauerhaft mehr Mittel und eine bessere Vorbereitung für mögliche Ernstfälle, einschließlich entsprechender Übungen für den Ernstfall."
Landsberg sagte, "Sabotageakte, wie wir sie jetzt in der Ostsee erlebt haben, stellen eine neue Dimension von Bedrohung dar". Er begrüßte die Ankündigung der Bundesregierung, 20 Milliarden Euro in den Schutz der Netze und Systeme zu investieren und vorliegende Schutzkonzepte von Bund und Ländern. "Man muss aber auch ehrlich sein und erkennen, dass es absolute Sicherheit nicht gibt", sagte Landsberg. "Eine umfassende und lückenlose Überwachung" sei nicht möglich. Deshalb müsse die Politik stärker Vorbereitung auf den Ernstfall treffen.