Nürnberg (epd). Unter dem Motto "Entsiegelt Nürnberg" sollen Studentinnen und Studenten in Nürnberg Pläne für das Areal rund um die Kirche St. Sebald entwerfen. Zusammen mit der Technischen Hochschule (TH) will die evangelische Kirchengemeinde damit einen Schritt in Richtung klimafreundlicher Stadt gehen, wie Pfarrer Martin Brons am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte. "Auch die Kirche in der Stadt ist in der Verantwortung, wie wir mit dem Klima umgehen", sagte Pfarrer Brons. In diesem Sommer sei zu beobachten gewesen, wie die Menschen auf dem Platz an der Kirche Schatten suchten und welche Hitze die Steine noch in der Nacht abgaben: "Wir müssen jetzt handeln, bevor es zu spät ist." Für den Bereich, den die Kirche verantworte, wollen man da jetzt etwas tun.
Anlass für das Studienprojekt mit der TH ist der Sanierungsbedarf an der Freiung um die Sebalduskirche, an der sich das Pflaster senkt und die darunterliegenden Rohrleitungen kaputt sind. Der Kirchenvorstand sei sich einig, dass nach der Renovierung das Areal nicht mehr so wie bisher sein dürfe, sagte Brons. Nun seien zunächst alle Nürnbergerinnen und Nürnberg aufgerufen, Anregungen und Wünsche für die Umgestaltung der Freiung, aber auch der umliegenden Plätze einzureichen. Diese Vorschläge sollen die Architektur-Studierenden nach einer öffentlichen Veranstaltung am 7. November aufnehmen und Ergebnisse ihrer Überlegungen am 13. Dezember präsentieren.
Pfarrer Brons hofft, dass die Überlegungen für St. Sebald auch für ein Gesamtkonzept der Stadt Nürnberg zum Aufenthalt und zum Verkehrs- und Parkraum in der Innenstadt nützlich sein können.