Nürnberg (epd). Die bayerische Staatsregierung hat - wie erwartet und angekündigt - weitere Härtefallhilfen beschlossen. Das Paket habe ein Gesamtvolumen von rund 600 Millionen Euro und schließe die Lücken in den Hilfspaketen des Bundes, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag in Nürnberg nach der Sitzung des Kabinetts. Man wolle das soziale und kulturelle Leben in Bayern schützen und dafür sorgen, "dass Bayern auch in der Krise weiter läuft und funktioniert", betonte Söder. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Staatsregierung bereits ihren Härtefallfonds für die bayerische Wirtschaft vorgestellt.
Söder sagte, man spanne einen "Rettungsschirm über alle Bereiche", alle Ministerien wickelten diese Hilfen in ihren Bereich jeweils eigenständig ab. Für den Gesundheits- und Pflegebereich stellt das Kabinett alleine mehr als 250 Millionen Euro als subsidiäre Härtefallhilfen zur Verfügung - das heißt, sie werden auf Hilfen von Bund und anderen Stellen angerechnet. Weitere gut 30 Millionen Euro flössen in einen Härtefallfonds "Bayerischer Energiesperren Schutzschirm". Kein Bewohner Bayerns müsse die Sorge haben, im Winter frieren zu müssen, sagte er. Sofern eine Energiesperre bei Gas oder Strom drohe, springe der Freistaat ein.