München (epd). Der Chef der bayerischen Staatskanzlei, Florian Herrmann (CSU), hat die Bedeutung von Qualitätsjournalismus für Demokratien betont. "Nicht jeder, der ein iPhone halten und in Twitter tippen kann, ist ein Journalist", sagte Herrmann am Dienstag nach der Sitzung des bayerischen Kabinetts in München. Anlass für Herrmanns Lobrede war ein Besuch von mehreren Volontären des Bayerischen Rundfunks (BR) bei der Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung.

Journalisten hätten eine "Begeisterung für den Kernbereich" dessen, was eine Demokratie sowie liberale, offene Gesellschaften ausmachten, sagte der Minister: "Meinungsvielfalt, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit." Es sei kein Zufall, dass diese Elemente "in autoritären Gesellschaften immer als Erstes unter die Räder" gerieten. Guter Journalismus sei auch deshalb wichtig, weil die liberalen Demokratien "unter Druck von rechts und links" stünden.