Neuenmarkt (epd). Als weiteren Meilenstein für "eine bestmögliche Teilhabe" für Menschen mit Behinderung hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) das Diakoneo-Projekt "Integrierte Arbeitslandschaft" bezeichnet. Die neue Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Neuenmarkt (Kreis Kulmbach) soll 250 Werkstatt-Plätze und 48 Förderstätten-Plätze umfassen, teilte Herrmanns Ministerium anlässlich des Spatenstichs am Samstag mit. Der Freistaat unterstützt den Neubau des evangelischen Sozialunternehmens Diakoneo mit insgesamt rund elf Millionen Euro.
Gerade Arbeit sei ein wichtiger Sinnstifter für ein erfülltes und gelingendes Leben, sagte Herrmann: "Diakoneo zeigt einmal mehr auf vorbildliche Weise: Inklusion ist, wenn alle dabei sind!" Menschen mit Behinderung wollten "genauso leben wie Menschen ohne Behinderung und an der Gesellschaft teilhaben". Herrmann würdigte die breite Palette der Hilfsangebote des evangelischen Sozialwerks mit Sitz in Neuendettelsau: "Sie setzen sich mit Nachdruck und aus christlicher Überzeugung für die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen ein." Das verdiene Respekt und Anerkennung.
"Ohne diakonische Einrichtungen wie Ihre würde unser Gemeinwesen nicht funktionieren", sagte Herrmann. Diakoneo sei "eine wesentliche Stütze unseres Sozialsystems." In den vergangenen rund eineinhalb Jahrhunderten sei aus der früheren Diakonie Neuendettelsau ein "beachtlicher 'Konzern der Nächstenliebe' erwachsen". Mit einem Jahresumsatz von rund 650 Millionen Euro und ungefähr 10.000 Mitarbeitenden gehört Diakoneo zu den fünf größten Diakoniewerken bundesweit. Diakoneo ist für Herrmann "eine wesentliche Stütze unseres Sozialstaats".