München, Essen (epd). Freude beim Bayerischen Rundfunk (BR): Für die Koproduktion "Geliefert" von BR und Arte mit Bjarne Mädel in der Hauptrolle gab es am Dienstag einen Grimme-Preis in der Kategorie Fiktion. Regisseur und Drehbuchautor Jan Fehse erzähle in seinem emotionalen Drama vom alleinerziehenden Paketzusteller Volker aus Regensburg, der es trotz aller Schwierigkeiten schafft, sich selbst treu zu bleiben, wie der BR mitteilte. Die Grimme-Preisträger wurden am Dienstag in Essen bekannt gegeben, die die Verleihung ist für den 26. August im Theater von Marl geplant.

Zur Begründung heißt es vonseiten der Grimme-Jury, dem Film gelinge in 90 Minuten "ein realistischer Blick auf das moderne Prekariat, auch die Pandemie klingt an". Mit dem Vater, der an sich zweifelt, der schuftet und dem es doch nicht gelingt, sich und seinem Sohn ein finanziell abgesichertes Leben zu ermöglichen, zeige der Film "auf Augenhöhe mit seinem Protagonisten, wie die Arbeits- und Lebenswelt vieler Menschen in Deutschland aussieht". Figurenkonstellationen und Familienkonflikte, die nicht täglich im TV zu sehen sind, würden realistisch und glaubwürdig erzählt.

Insgesamt wurden am Dienstag die Preisträger für 16 Produktionen und Medienschaffende des inzwischen 58. Grimme-Preises bekannt gegeben. Den Preis für die Besondere Journalistische Leistung erhält Katrin Eigendorf (ZDF) für ihre "exzellenten Reportagen über die Lage der Frauen und Mädchen in Afghanistan". Der 1964 erstmals verliehene Grimme-Preis gilt als einer der wichtigsten deutschen Fernsehpreise.