Dachau (epd). Zum 83. Jahrestag der Novemberpogrome gibt es am 14. November in der evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau einen ökumenischen Gottesdienst. "Es wird an die Opfer und an das kirchliche Versagen erinnert, aber auch an die wenigen Christenmenschen, die in der NS-Zeit antisemitisch Verfolgte versteckten und retteten", teilte Pfarrer Björn Mensing, landeskirchlicher Beauftragter für evangelische Gedenkstättenarbeit, am Freitag mit. Der Gottesdienst findet um 11 Uhr statt, predigen wird der Münchner evangelische Stadtdekan Bernhard Liess.

Im Mittelpunkt des Gedenkaktes stehen drei jüdische Häftlinge des Konzentrationslagers Dachau, heißt es weiter: Abraham Müller (1883-1938), Lehrer und Kantor der Israelitischen Kultusgemeinde München, Heinz Landmann (1920-2014), Kürschner aus Augsburg, und Edith Grünberger-Taus (1923-2021) aus der Slowakei. Die beiden Männer wurden am 10. November 1938, also im Zuge der Novemberpogrome vom 9. November, nach Dachau verschleppt. Edith Grünberger-Taus wurde während des Zweiten Weltkriegs nach Dachau deportiert.