Nürnberg (epd). Die zwei Geschäftsführer des Evangelischen Siedlungswerks (ESW) Bayern, Hannes B. Erhardt und Robert Flock, beenden zum Jahresende 2022 ihre Tätigkeit bei dem Unternehmen. Flock, der seit 2011 Geschäftsführer war, geht mit 65 Jahren in den Ruhestand. Erhardt, der 45 Jahre alt ist, nutze den Zeitpunkt für eine berufliche Neuorientierung, heißt es in einer Mitteilung des ESW vom Freitag. Erhardt begann 2007 seine Tätigkeit bei dem kirchlichen Wohnungsbauunternehmen, seit 2009 war er in der Leitung.
Im Mittelpunkt des Engagements von Flock und Erhardt habe die Herausforderung gestanden, die hohe soziale Verantwortung als Unternehmen der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern mit wirtschaftlichem Erfolg in Einklang zu bringen, sagte Erich Rödel, Vorsitzender des Aufsichtsrates des ESW, der das Ausscheiden der beiden Männer bedauerte.
Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren viele Wohnungen gebaut und sich auf Quartiersentwicklungen und den Bau von Sozialeinrichtungen konzentriert. Erhardt und Flock hätten so das ESW "zu einem anerkanntermaßen wirtschaftlich und sozial äußerst erfolgreichen Unternehmen weiterentwickelt", erklärte Patrick de La Lanne, Oberkirchenrat und Leiter der Abteilung Finanzen in der Landeskirche.
Den Mitarbeitenden hatten Flock und Erhardt am Donnerstag ihre Entscheidung geschrieben. Sie hätten das Ziel verfolgt, soziale Verantwortung und wirtschaftlichen Erfolg zusammenzuführen und seien dank des Engagements der Beschäftigten in all den Jahren sehr erfolgreich gewesen, heißt es in der Mitteilung. Für bezahlbares Wohnen, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, New Work und in der öffentlichen Wahrnehmung sei das Unternehmen gerüstet.
Das ESW, dessen größter Gesellschafter mit 90 Prozent die bayerische Landeskirche ist, besitzt und verwaltet insgesamt rund 8.000 Wohneinheiten und 287 Gewerbeeinheiten in ganz Bayern. Es beschäftigt 335 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.