München, Frankfurt a.M. (epd). Flüchtlingsräte und Pro Asyl haben die am Dienstag vom Frankfurter Flughafen ausgehende Sammelabschiebung nach Pakistan scharf kritisiert. Menschen in solch eine "humanitäre Ausnahmesituation abzuschieben, zeugt von besonderer Härte", sagte Johanna Böhm vom Bayerischen Flüchtlingsrat. Nach Angaben der Organisation wurden knapp 20 Menschen nach Pakistan abgeschoben, darunter auch Geflüchtete, die in Slowenien Asyl beantragt hatten.

Das Bayerische Landesamt für Asyl und Rückführungen teilte dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Dienstag auif Anfrage mit, dass sich Bayern "an dieser Maßnahme beteiligt" habe. "Rückgeführt wurden zwei Personen mit Wohnsitz in Bayern", teilte eine Sprecherin mit. Weitergehende Angaben machte sie nicht. Flüchtlingshelfer kritisieren, dass einige Bundesländer wie Bayern nach wie vor nach Pakistan abschieben, während andere solche Abschiebungen ausgesetzt haben.

In Pakistan herrschen nach einer großen Flutkatastrophe teils chaotische Zustände und es droht nach Angaben mehrerer Hilfsorganisationen eine humanitäre Katastrophe.