Nürnberg (epd). Mit einer Laufaktion will die evangelische Jugend Bayern (EJB) auf das Thema "Lieferkettengesetz" aufmerksam machen. Symbolisch wolle sie die Forderung nach einem wirksamen Lieferkettengesetz in alle Hauptstädte der Europäischen Union (EU) bringen, teilte die EJB am Montag mit. Die Ehrenamtlichen der Kirchenjugend planen vom 17. Oktober bis zum 20. November zusammen 26.500 Kilometer zu erlaufen, das sei die zusammengerechnete Strecke von Pappenheim (Kreis Weißenburg-Gunzenhausen) in die Hauptstädte aller EU-Länder.

Pappenheim wurde als zentraler Ort gewählt, weil sich hier die Mitarbeitenden der EJB zu ihren Versammlungen treffen. Die gesammelten Kilometer tragen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf eine Seite im Internet ein. Es gelten auch Kilometer, die geradelt oder gewandert wurden. Bewegung in Form von Tanzen, Trampolinspringen, Schwimmen oder Yoga rechnen die Jugendlichen um: fünf Minuten sind ein Kilometer.

Ziel der Aktion sei es, sich für eine gesetzliche Regelung einzusetzen, damit Unternehmen für Missstände entlang ihrer Lieferkette Verantwortung übernehmen. Außerdem sollen junge Menschen für die langen Lieferketten von Gebrauchsgütern sensibilisiert werden, so die EJB. Im vergangenen Jahr sei in Deutschland ein Gesetz zur Sorgfaltspflicht von Unternehmen verabschiedet worden, das noch viele "Schlupflöcher" habe, heißt es in der Mitteilung. Als Unterstützerin der "Initiative Lieferkettengesetz" setze man sich dafür ein, dass diese Lücken geschlossen werden.