München (epd). Die bayerische evangelische Landeskirche will mit ihrer Fastenaktion diesmal Polen unterstützen. Konkret geht es um den Aufbau von Seelsorge-Angeboten, wie aus einer Pressemitteilung der Landeskirche vom Donnerstag hervorgeht. "Gerade im Krankenhaus, im Gefängnis, im Pflegeheim oder im Hospiz brauchen die Menschen professionelle Seelsorge-Angebote." In Polen gebe es davon zu wenige. Mit der diesjährigen Fastenaktion "Füreinander einstehen in Europa" sollen Spenden für die Aus- und Weiterbildung von haupt- und ehrenamtlichen Seelsorgern gesammelt werden.

Für eine so kleine Kirche wie die in Polen sei das finanziell und organisatorisch ohne Hilfe von außen nicht zu bewältigen, sagte Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. "Eine Spende finanziert eine qualifizierte Ausbildung derer, die für Kranke, Gefangene, Einsame und Sterbende da sind - unabhängig von Konfession oder anderen Kriterien." Die Fastenaktion wird offiziell am Aschermittwoch (2. März) eröffnet - wegen der Corona-Pandemie erneut digital. Wenn es die Pandemie zulässt, soll es am 13. März einen Gottesdienst in Wassertrüdingen mit Gästen aus Bayern und Polen geben.

Die Fastenaktion "Füreinander einstehen in Europa" ist eine gemeinsame Initiative der Landeskirche, des Diakonischen Werks und der beiden Diasporawerke Martin-Luther-Verein und Gustav-Adolf-Werk. Jedes Jahr steht ein Partnerland aus Mittelosteuropa im Mittelpunkt. Nach Serbien, Ungarn und Rumänien in den vergangenen Jahren ist heuer die Evangelisch-Augsburgische Kirche in Polen an der Reihe, eine Schwesterkirche der bayerischen Landeskirche.