Augsburg, Fürstenfeldbruck (epd). Die Fürstenfeldbrucker Künstlerin Celia Mendoza wird das Ulrichsfenster im Augsburger Dom gestalten. Ab Sommer soll es im südlichen Seitenschiff zu bestaunen sein, teilte das Bistum am Freitag mit. Der Entwurf von Mendoza ging aus dem von Bischof Bertram Meier initiierten und vom Domkapitel zum Ulrichsjubiläum 2023/24 ausgelobten Wettbewerb als Sieger hervor. Insgesamt waren acht Künstlerinnen für den Wettbewerb eingeladen worden.
Aufgabenstellung sei gewesen, "in einer zeitgenössischen Stilistik Ereignisse aus dem Leben des heiligen Ulrich herauszustellen und ein Werk des 21. Jahrhunderts zu schaffen, das sich in seiner künstlerischen Qualität in die Reihe der vorhandenen Glaskunst einfügt", erläuterte Diözesankonservator und Jury-Mitglied Michael Schmid. Die Wahl sei auf Mendozas Entwurf gefallen, weil dieser eine "moderne zeitgenössische Gestalt" habe und weil die Künstlerin die gesamten thematischen Kriterien einbezogen habe.
Mendozas Ulrichsfenster werde derzeit in der Werkstatt der Derix Glasstudios in Taunusstein gefertigt. Der Einbau im Augsburger Dom soll bis Christi Himmelfahrt (29. Mai) fertig sein. Am 21. Juni soll das Fenster dann in einer Feierstunde der Öffentlichkeit vorgestellt und durch Bischof Meier gesegnet werden. Am 22. Juni sei ein Benefizkonzert der Augsburger Domsingknaben geplant.
Vom 3. bis 26. Mai sollen außerdem die weiteren eingereichten Entwürfe in einer Ausstellung in der Lukaskapelle präsentiert werden. Finanziert werde das 200.000 Euro teure Projekt durch den Bischöflichen Stuhl, Stiftungen und Privatpersonen.