Wien, München (epd). Die Albertina in Wien zeigt ab dem 4. März Werke des deutschen Malers Ben Willikens. Bei der Schau "Kälte - Räume" sei das menschenleere Werk des legendären Rektors der Münchner Kunstakademie zu sehen, teilte das Museum am Samstag mit. Seine großformatigen streng komponierten Gemälde, insbesondere der Werkzyklus, der von Leonardo da Vincis (1452 bis 1519) Abendmahl inspiriert sei, hätten Willikens in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre berühmt gemacht.

Die Ausstellung zeigt knapp 50 Werke, die zwischen 1971 und 2021 entstanden sind. Eine der Hauptsäulen der Präsentation seien Willikens‘ Anstaltsbilder der 1970er Jahre, er verbrachte 1969 aufgrund einer Krankheit fast ein Jahr in einer geschlossenen Anstalt. Außerdem zeige man Werke aus der jüngst entstandenen Serie ORTE 2, in der sich der Künstler noch einmal mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftige. Dritter Teil der Ausstellung seien Schlüsselwerke aus dem Zyklus Räume der Moderne, heißt es in der Mitteilung. In der Ausstellung zu sehen sind auch Werke von Robert Longo, Eduard Angeli, Sasah Okun und Helnwein. Gewählt worden seien Künstler und Künstlerinnen, die für Willikens’ Schaffen von besonderer Relevanz sind.

Willikens studierte Malerei in Stuttgart. Seit 1991 lehrte er an der Kunstakademie in München, der er von 1999 bis zu seiner Pensionierung im Herbst 2004 als Rektor vorstand. Seit 1985 schuf Willikens auch zahlreiche Bühnenbilder, unter anderem für das Staatstheater Stuttgart, das Frankfurter Schauspiel oder die Opernhäuser in Hamburg und Bremen.