München (epd). Die Nachlässe des Münchner Schauspielers Gustl Bayrhammer (1922-1993) und seines Vaters Max (1867-1942) kommen ins Bayerische Hauptstaatsarchiv. Das Familienarchiv der Bayrhammers enthalte persönliche Dokumente, Auszeichnungen und Erinnerungsstücke ab 1870, teilte die Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns am Freitag mit. Die schriftlichen Zeugnisse würden nun der Forschung zugänglich gemacht.

Der Schauspieler Gustl Bayrhammer wäre an diesem Samstag (12. Februar) 100 Jahre alt geworden. Berühmt wurde er vor allem als "Meister Eder" mit seinem Pumuckl, als erster Münchner Tatort-Kommissar Melchior Veigl und als Petrus im "Brandner Kasper und das ewig' Leben". Seine Ausbildung zum Schauspieler absolvierte er während des Zweiten Weltkriegs unter Heinrich George am Berliner Schiller-Theater.

Gustl Bayrhammer habe über jede seiner Rollen Buch geführt: von seinem ersten Auftritt am Theater Sigmaringen am 27. November 1945 bis zu seinem letzten am 21. Januar 1993 in München, heißt es weiter. Unter den Erinnerungsstücken befinden sich auch der bayerische Filmpreis, der Bambi, der Bayerische Verdienstorden und eine Goldene Schallplatte für Pumuckl-Hörspiele.

Auch sein Vater Max war ein bekannter Schauspieler und brillierte vor allem in klassischen Hauptrollen, etwa am Münchner Gärtnerplatztheater, am Weimarer Hoftheater, am Wiener Volkstheater oder am Schauspielhaus Frankfurt. Max Bayrhammer habe Theaterzettel und Bühnenprogramme seiner Auftritte gesammelt, so dass sein beruflicher Weg sehr gut nachgezeichnet werden könne, teilte die Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns weiter mit.