München (epd). Die beste bayerische Vorleserin ist in diesem Jahr Ada Grossmann aus Memmingen. Die Sechstklässlerin entschied im Mai den Landesentscheid des 63. Vorlesewettbewerbs in München für sich, teilte das Bayerische Kultusministerium am Mittwoch mit. Durch ihren Sieg darf sie laut Ministerium beim Bundesfinale am 20. und 21. Juni ihre bayerische Heimat in Berlin vertreten.

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) gratulierte der Landessiegerin. Er freue sich über die Lesebegeisterung aller Teilnehmer: "Sich vor eine Jury zu stellen und vorzulesen, das erfordert nicht nur Können, sondern auch viel Mut." Lesen sei für ihn eine Schlüsselkompetenz und lege Grundsteine für schulischen Erfolg. Deshalb spiele die Leseförderung an Bayerns Schulen eine wichtige Rolle und werde durch verschiedene Projekte wie den Vorlesewettbewerb verwirklicht.

Seit 1959 wird der Vorlesewettbewerb jährlich von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels durchgeführt, in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und kulturellen Einrichtungen. Er zählt bundesweit zu den größten Schülerwettbewerben und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. 2022 nahmen rund 480.000 Sechstklässlerinnen und Sechstklässler am Wettbewerb teil.