München (epd). Zur Münchner Sicherheitskonferenz (18. bis 20. Februar) planen die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in München, Muslime und jüdische Gemeinde Andachten und Gebete. Sebastian Bugl, Leiter der Abteilung Weltkirche im Erzbischöflichen Ordinariat sagte am Mittwoch, man werde die Teilnehmenden der Münchner Sicherheitskonferenz "mit ihrer hohen Verantwortung in Politik und Wirtschaft wie auch die Menschen, die in Konfliktregionen und unter menschenunwürdigen Bedingungen leben müssen, im Gebet begleiten".

Den Auftakt macht bereits diesen Sonntag (13. Februar) um 11.30 Uhr ein Friedensgebet der Religionen im Pfarrsaal von St. Anna. Dort beten Christen, Juden, Muslime, Buddhisten und Bahá'i zusammen für den Frieden. Am 18. und 19. Februar finden in der Bürgersaal Unterkirche im Stundentakt Gebetsimpulse statt. Auch das Münchner Forum für Islam lädt zum Freitagsgebet ein. Weihschof Rupert Graf zu Stolberg, der evangelische Stadtdekan Bernhard Liess und Bischof Ambrosius von Argyroupolis von der griechisch-orthodoxen Kirche feiern in der St. Michaelskirche ein ökumenisches Abendgebet. Gemeinderabbiner Shmuel Aharon Brodman wird das Friedensthema in den Schabbat-Gottesdiensten in der Hauptsynagoge aufgreifen.

In der Oberkirche des Bürgersaals werde während der Konferenz eine Kunstinstallation gezeigt, heißt es in der Mitteilung des Erzbistums München weiter. Eine drei Meter hohe Tüte aus Vlies und einige kleinere Papiertüten. Auf ihnen steht: "Was trage ich zum Frieden bei". Es ist die Umsetzung einer Idee des Nürnberger Künstlers Johannes Volkmann. Die Papiertüten können mitgenommen und kreativ gestaltet werden. Einen Einblick in die Aktion, die auch Pfarreien und Schulen aufgreifen können, bietet die Homepage der Aktion.