Rund um die Weihnachtsfeiertage feiern die evangelischen und katholischen Kirchen zahlreiche Gottesdienste. Diese folgen einer ganz eigenen Struktur, die in der Liturgie der Kirchen festgelegt wird. Doch welche Weihnachtsgottesdienste gibt es eigentlich, und wann werden diese Weihnachtsgottesdienste gefeiert? Eine Übersicht.

Als Weihnachtsgottesdienste werden alle Gottesdienste rund um die Feiertage ab dem 24. Dezember bezeichnet. Zentrale kirchliche Ereignisse bilden dabei die Christvesper und die Christmette.

 

Was ist die Christvesper?

Die Christvesper wird in der evangelischen und katholischen Kirche gefeiert. Als Vesper wird in den christlichen Kirchen traditionell das Abendgebet bezeichnet. In den meisten katholischen Kirchen wird die Christvesper am Vorabend des Weihnachtsfeiertages gefeiert. In den evangelischen Kirchen gehört dieser Gottesdienst zu Heiligabend. Die Form der Christvesper kann sich durchaus unterscheiden. Oft singt der Kirchenchor und es gibt ein Krippenspiel, oder es wird ein kleines musikalisches Ereignis geboten. Meist wird auch die Gemeinde eingeladen, viel zu singen. Manche Gemeinden bieten an diesem Tag gleich mehrere Gottesdienste an - den Familiengottesdienst mit Krippenspiel und später dann einen Gottesdienst mit längerer Predigt. Die Christvesper wird meist am späteren Nachmittag gegen 16 oder 17 Uhr gefeiert, aber natürlich gibt es auch Weihnachtsgottesdienste um 18 Uhr.

 

Was ist die Christmette?

In der christlichen Liturgie wird mit Mette der nächtliche oder frühmorgendliche Gottesdienst bezeichnet. Unter der Christmette wird heute meist ein später Gottesdienst verstanden. Für viele Gemeinden gehört dieser Gottesdienst, der oft um 22 oder 23 Uhr gefeiert wird, zum eigentlichen Höhepunkt der Weihnachtsgottesdienste. Die Christmette ist eher feierlich von der Stimmung, es wird gesungen, viele Gemeinden beleuchten den Kirchenraum ausschließlich mit Kerzen, und oft gibt es Musik zu hören und eine längere Predigt. Mancherorts beginnt die Christmette vor Mitternacht und endet am ersten Weihnachtsfeiertag.

 

Gottesdienste am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag

Die Gottesdienste am ersten oder zweiten Weihnachtsfeiertag werden in vielen Gemeinden oft als ausführliche Wortgottesdienste gefeiert. In Städten werden oft namhafte Predigerinnen und Prediger eingeladen, es sprechen Bischöfinnen und Bischöfe oder Dekaninnen und Dekane. In einigen Gemeinden liegt der Schwerpunkt an diesen beiden Tagen eher auf der Kirchenmusik, sie veranstalten etwa eine musikalische Kirchenmatinee. Die meisten Gottesdienste an diesen beiden Tagen beginnen zwischen 9 und 11 Uhr.

 

Gottesdienste finden

Ausgewählte Weihnachtsgottesdienste vom 24. bis zum 26. Dezember in den Bereichen Online, vor Ort, im Radio oder TV in ganz Deutschland listet eine Datenbank der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) auf. Hier ist der Link zur EKD-Datenbank.

Alle Christvespern, Christmetten und Gottesdienste in Bayern liefert die Sonntagsblatt-Redaktion in dieser Datenbank.