Bayreuth (epd). Auch im Jahr 2022 können die Fernsehgottesdienste auf dem regionalen Sender TV Oberfranken fortgesetzt werden. Die Bayreuther Regionalbischöfin Dorothea Greiner bezeichnete das als "ein großes Weihnachtsgeschenk für die Menschen in Oberfranken". Für die Sonntagsgottesdienste haben verschiedene Unternehmen aus Oberfranken Zuschüsse zugesagt, damit die Produktionskosten von 2.000 Euro pro Gottesdienst gestemmt werden können. 2021 wurden die Gottesdienste noch von der bayerischen Landeskirche bezuschusst; dies war jedoch bis Ende des Jahres befristet.
Die sehr gute Zuschauerresonanz ermutigte die Bayreuther Regionalbischöfin, auf einige Unternehmer zuzugehen, um die notwendige Gesamtsumme von 100.000 Euro für 2022 aufzubringen. Viele Unternehmen hätten bereits ihre Hilfe zugesagt, jedoch würden weitere Unterstützer gesucht. Die Hilfe ermögliche es, "die Hoffnung des Evangeliums in die Häuser der Menschen zu bringen", so Greiner. Denn die Pandemie werde auch in diesem Winter viele daran hindern, Gottesdienste in den Kirchen zu besuchen.
Rund 40 verschiedene evangelische Kirchengemeinden des Bayreuther Kirchenkreises sind mit ihren Pfarrerinnen und Pfarrern sowie zahlreichen weiteren haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden an den Produktionen beteiligt. Jeder Gottesdienst erreiche über Kabel rund 15.000 Zuschauer im TVO-Sendegebiet, das die neun oberfränkischen Landkreise Bamberg, Bayreuth, Coburg, Forchheim, Hof, Kronach, Kulmbach, Lichtenfels und Wunsiedel sowie die kreisfreien Städte Bamberg, Bayreuth, Coburg und Hof umfasst. Über den neuen gemeinsamen Franken-Satelliten erstreckt sich die Reichweite auf ganz Franken und darüber hinaus.