Nürnberg (epd). Der Vorsitzende der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg, der mittelfränkische DGB-Vorsitzende Stephan Doll, ist von der Mitgliederversammlung der Allianz in seinem Amt bestätigt worden. Die Mitglieder wählten Doll mit großer Mehrheit wieder, teilte Wiebke Winter von der Geschäftstelle am Mittwoch mit. Dagegen besteht der übrige Vorstand aus neuen Gesichtern. Gewählt wurden die Nürnberger evangelische Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyern, Dieter Rosner, Sozialreferent der Stadt Erlangen, Souzan Nicholson von Amnesty International Kulmbach und Katharina Fritsch, Leiterin der Unternehmenskommunikation des 1. FC Nürnberg. Neu in das Koordinierungsgremium wurde Martin Stammler von der Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus gewählt.

Die bisherigen Mitglieder des Vorstands hätten aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr kandidiert, wollten der Allianz aber weiter zur Seite stehen, sagte Winter dem Evangelischen Pressedienst (epd).,

Insgesamt sind 20 Organisationen und Gebietskörperschaften im Koordinierungsgremium der Allianz vertreten. Ihre Vertreterinnen und Vertreter verabschiedeten bei der Mitgliederversammlung einen Antrag, in dem sie alle demokratischen Parteien auffordern, sich für einen zweiten NSU-Untersuchungsausschuss zur restlosen Aufklärung der rechtsextremistischen Mord- und Anschlagsserie einzusetzen. Außerdem beschloss die Versammlung, jungen Erwachsenen und Jugendlichen künftig konkrete Angebote und Engagement-Möglichkeiten in der Allianz zu bieten.