Hilpoltstein (epd). Rekord mit rotem Schnabel: Mit mehr als 1.000 Paaren gibt es im Freistaat aktuell so viele Störche wie noch nie. Zum ersten Mal seit über 120 Jahren und dem Beginn der Aufzeichnung des Vogelbestands habe Meister Adebar die historische Marke geknackt, teilte der Naturschutzverband LBV am Dienstag in Hilpoltstein mit. Gründe für die Erholung des Bestands seien unter anderem Nisthilfen, gesicherte Nahrungsflächen und das veränderte Zugverhalten der Tiere.

Nach dem alarmierenden Tiefstand vor 34 Jahren, als nur noch 58 bayerische Weißstorch-Brutpaare gezählt wurden, stieg die Population seit Anfang des Jahrtausends stetig an. 2017 wurde der Weißstorch aus der Roten Liste der Brutvögel Bayerns als ungefährdet entlassen. Letztes Jahr lag die Zahl gemeldeter besetzter Storchennester bei 950.

Der Bestand und Bruterfolg der Weißstörche in Bayern hänge auch stark von Gefahren auf dem Zug und in den Überwinterungsgebieten ab, hieß es. Da bayerische Störche mittlerweile immer häufiger direkt in Spanien überwintern und sich so die Überquerung des Mittelmeers und weitere Gefahren auf der Reise nach Afrika sparen, kehren laut LBV auch immer mehr von ihnen zurück nach Bayern.