Hilpoltstein (epd). Keine Angst um Störche im Schnee: Auch bei winterlichem Wetter muss sich niemand Sorgen um in Bayern überwinternde Störche machen. Schnee und Kälte schaden den Tieren hier nicht, teilte der Naturschutzverband LBV am Dienstag in Hilpoltstein mit, nachdem ihn viele besorgte Anrufe erreicht hätten. Die Weißstörche fänden noch immer genügend Nahrung wie Mäuse und kleine Fische und kämen auch ein bis zwei Wochen ganz ohne Nahrung aus.
Außerdem seien die großen Vögel durch das Aufplustern ihres dicken Gefieders gut geschützt und hätten "ihre eigene Daunenjacke sozusagen immer dabei", erklärte die LBV-Weißstorch-Expertin Oda Wieding. Es bestehe also kein Grund zur Sorge, wenn man Weißstörche durch den Schnee stapfen sehe. Seit einigen Jahrzehnten fliegen nicht mehr alle Weißstörche im Herbst nach Afrika, sondern bleiben zur Überwinterung in Bayern. Aktuell sind dem LBV rund 300 Weißstörche bekannt, die die kalte Jahreszeit im Freistaat verbringen.
Mehr Sorgen machen müssten sich die Menschen dagegen um kleine Singvögel. Sie brauchen jeden Tag Futter und sollten daher kontinuierlich an Futterstellen im Garten versorgt werden, damit ein vergeblicher Anflug derselben Meise, Sperling oder Fink nicht unnötig Kraft kostet.