Fürth (epd). Erstmals seit zehn Jahren ist die Zahl der Scheidungen in Bayern wieder leicht angestiegen. 21.605 Ehen wurden getrennt, teilte das Landesamt für Statistik in Fürth am Mittwoch mit. Die Steigerung betrug den Angaben zufolge 0,6 Prozent. Den bisher höchsten Stand der Scheidungen in Bayern verzeichnete man 2003 mit beinahe 30.000 Scheidungen. Das verflixte Ehejahr, in dem die meisten Scheidungen eingereicht werden, ist derzeit das fünfte Jahr nach der Hochzeit, geht aus der Statistik hervor. Der Anteil der Personen, die sich nach mehr als 25 Jahren scheiden ließ, betrug etwa 15 Prozent, das waren exakt 3.232 geschiedene Ehen.

Bei mehr als der Hälfte der geschiedenen Ehen ist mindestens ein Kind unter 18 Jahren betroffen, heißt es in der Mitteilung. Insgesamt waren vergangenes Jahr fast 18.000 minderjährige Kinder von Scheidungen der Eltern betroffen. Unter der Zahl der Scheidungen sind auch 61 gleichgeschlechtliche Ehen von Frauen und 48 gleichgeschlechtliche Ehen von Männern, teilte das Landesamt mit.