Nördlingen (epd). Bei einem Rundgang auf der Nördlingen Stadtmauer bekommen Besucherinnen und Besucher immer mehr Ausblick. Man öffne bisher zugemauerte Schießscharten, teilte die Stadt Nördlingen am Freitag mit. In den vergangenen fünf Jahren habe man über 40 bisher zugemauerte Schießscharten wieder aufgemacht. Die Nördlinger Stadtmauer ist die einzige Stadtmauer in Deutschland, auf der die Altstadt ganz umrundet werden kann, ohne das Bauwerk zu verlassen. Die Runde ist 2,7 Kilometer lang.

Damit die Verteidiger der Stadt im Mittelalter mit ihrer Waffe auf Angreifer schießen konnten, seien schmale Öffnungen in der Stadtmauer freigelassen worden, die sogenannten Schießscharten. Ihre Form habe sich jeweils aus der Funktionsweise Waffe ergeben, für die die Scharte angelegt worden war, heißt es in der Mitteilung. Nachdem die Stadtmauer nicht mehr als Befestigungsanlage zur Verteidigung der Stadt genutzt werden musste, waren manche Schießscharten geschlossen worden. Bei Baumaßnahmen werden sie seit 2016 sukzessive wieder aufgemacht, so die Stadt. Neben den Schießscharten befinden sich auch zahlreiche Rundbögen entlang der Stadtmauer. Auch diese würden geöffnet, soweit dies aus Sicherheitsgründen möglich sei.