Bayreuth (epd). Auf die Lage der Flüchtlinge an der belarussisch-polnischen Grenze haben Aktivisten in Bayreuth am Weihnachtswochenende aufmerksam gemacht. Unter dem Motto "Grünes Licht für die Aufnahme!" wurde das Neue Schloss Bayreuth mit grünen Licht angestrahlt. Auch ein Banner vor der Stadtkirche machte auf die Lage von schutzsuchenden Menschen an der Grenze zwischen Polen und Belarus aufmerksam. Man wollte mit der Aktion Solidarität ausdrücken, erklärte Initiator Jo Holzmann. "Wir lassen nicht zu, dass die deutsche Bundesregierung gewaltsame Abschottungsmaßnahmen mitträgt". Er forderte von der Politik Verantwortung zu übernehmen und humanitäre Korridore zu schaffen. Über 250 Kommunen hätten sich bundesweit zur Aufnahme von schutzsuchenden Menschen über den Verteilungsschlüssel hinaus bereit erklärt.
Seit Wochen würden geflüchtete Menschen im Grenzgebiet zwischen Polen und Belarus festgehalten. Sie würden unter Hunger und Kälte leiden. Mindestens siebzehn Menschen seien in den polnisch-belarussischen Wäldern schon ums Leben gekommen. Auch Anwohnerinnen und Anwohner im Grenzgebebiet würden derzeit grüne Lichter leuchten lassen, um schutzsuchenden Menschen zu zeigen, dass sie ihnen eine warme Suppe, Kleidung und Strom geben, um Handys zu laden.