Schweinfurt (epd). Beinahe das vollständige druckgraphische Werk Albrecht Dürers beherbergt das kleine Schweinfurter Museum Otto Schäfer - ab Sonntag (20. Februar) werden diese teils einmaligen Druckblätter in der neuen Ausstellung "Albrecht Dürer Revisited" gezeigt. Das Besondere an der Schau ist, dass das Museum Otto Schäfer in Zusammenarbeit mit der Schweinfurter Kunsthalle die Drucke Dürers im Dialog mit zeitgenössischer Kunst ausstellt. Der "Alte Meister" aus Nürnberg erreiche damit eine erfrischende Aktualität, seine Werke ließen sich gut mit aktuellen Themen verknüpfen.

In der Ausstellung gehe es um mehr als um rein ästhetische oder technische Vergleiche, vielmehr sollen "inhaltliche Parallelen sowie ähnliche künstlerische Frage- oder Problemstellungen" im Zentrum stehen, hieß es. So habe sich beispielsweise der "durch und durch politische Plakatkünstler" Klaus Straeck mit der Frage auseinandergesetzt, wie Dürers Apokalyptische Reiter von heute aussehen könnten. Für Straeck könnten es "Tech-Giganten wie Apple, Amazon oder Facebook" sein, die der Gesellschaft "nicht nur schaden", sondern bis an den Rand des Untergangs brächten.

Zur Ausstellung erscheint ein 120-seitiger Katalog, mehr als 30 zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler sind daran beteiligt. Ein Großteil von "Albrecht Dürer Revisited" wird im Museum Otto Schäfer gezeigt, der Ausstellungteil "Mythos Melencolia - Mysterium Dürer" wird in der Kunsthalle zu sehen sein. Die Ausstellung dauert bis 8. Mai.

Das kleine Museum Otto Schäfer wird von der gleichnamigen Stiftung der Stadt Schweinfurt getragen. Den Grundstock des Museums bildet die Graphik- und Büchersammlung des Industriellen Otto Schäfer (1912-2000).