München, Mainz (epd). Der Regisseur und Drehbuchautor Klaus Lemke ist tot. Das bestätigte das ZDF dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Freitag in Mainz. Wie der Bayerische Rundfunk (BR) unter Berufung auf den Freundeskreis des Filmemachers online berichtete, starb der 81-Jährige am Donnerstag in München. Lemke gilt als eigenwilliger Vertreter der frühen Autorenfilmer-Generation in Deutschland. Er drehte zahlreiche Filme für ARD und das ZDF und arbeitete dabei oft mit Laiendarstellern.

Der 1940 in Landsberg an der Warthe im heutigen Polen geborene Lemke wuchs in Düsseldorf auf. Nachdem er sein Studium der Kunstgeschichte und Philosophie abgebrochen hatte, arbeitete er unter anderem als Filmassistent in München. Sein erster Langfilm "48 Stunden bis Acapulco" erschien 1967. Großen Erfolg feierte er mit seinem Film "Rocker", der 1972 veröffentlicht wurde.

Nachdem der Filmemacher 1983 wegen Drogenbesitzes in Konflikt mit dem Gesetz geraten und verurteilt worden war, zog er sich für längere Zeit weitgehend aus dem Filmgeschäft zurück. Später konnte er wieder an frühere Erfolge anknüpfen. Sein neuester Film "Champagner für die Augen - Gift für den Rest", eine Dokumentation über das Lebensgefühl der 70er Jahre, wurde erstmals einen Tag vor seinem Tod im BR ausgestrahlt.