München (epd). Das Münchner Polizeipräsidium erinnert mit einer mehrwöchigen Projektion an die zwölf Opfer des Olympia-Attentats von 1972. Die Aktion ist Teil des Erinnerungsprojekts "Zwölf Monate - Zwölf Namen", das jeden Monat im Gedenkjahr 2022 ein Opfer in den Mittelpunkt rückt, wie das bayerische Innenministerium am Freitag mitteilte. Im Fokus diesmal: der beim Attentat getötete Polizeiobermeister Anton Fliegerbauer. Ab 9. Februar werden sein Porträt sowie die Namen aller Opfer auf die Fassade des Münchner Polizeipräsidiums projiziert.

Zum Start der Projektion werden unter anderes Innenminister Joachim Herrmann (CSU), die Generalkonsulin des Staates Israel, Carmela Shamir, der Direktor des Jüdischen Museums München, Bernhard Purin, und der Münchner Polizeipräsident Thomas Hampel erwartet. Mit der Aktion will das Jüdische Museum in Zusammenarbeit mit dem NS-Dokumentationszentrum München und dem Generalkonsulat des Staates Israel das Gedenken an die Opfer während des ganzen Jubiläumsjahres zu 50 Jahre Olympische Spiele präsent halten.

Palästinensische Terroristen hatten am 5. September 1972 während der Olympischen Spiele in München elf israelische Sportler als Geiseln genommen. Die Befreiungsaktion am Fliegerhorst Fürstenfeldbruck scheiterte. Am Ende starben alle elf israelischen Geiseln, ein bayerischer Polizist und fünf Terroristen.