Nürnberg, Schwabach (epd). Die Metropolregion Nürnberg will die Partnerschaften von Kommunen, Hochschulen, Unternehmen oder Initiativen mit afrikanischen Ländern stärken. Zu diesem Zweck hat sich in Schwabach ein Initiativkreis gegründet, teilten die Städte Nürnberg und Schwabach am Mittwoch mit. Bestehende Partnerschaften sollen vernetzt werden, Städte oder Organisationen, die neue Partnerschaften aufbauen wollen, wolle man beraten.

Die Leiterin des Amts für Internationale Beziehungen der Stadt Nürnberg, Christine Schüßler, sagte zur Gründung, "Afrika ist noch weit davon entfernt als gleichwertiger Kontinent anerkannt zu werden. Dem möchten wir als Kommunen entgegenwirken". Es sei heute schon absehbar, dass der Alltag in vielen Bereichen Afrikas prekärer werde, "unser Verhalten hier hat darauf Einfluss, denn wir leben auf Kosten anderer Länder und nachfolgender Generationen". Wenn Kommunen in Deutschland mit Kommunen in Afrika zusammenarbeiteten, könne vor Ort sehr viel erreicht werden, sagte der politische Sprecher der Initiative, der SPD-Politiker Nasser Ahmed.

Fachliche Sprecherin des "Initiativkreis Kommunale Entwicklungszusammenarbeit Afrika" ist Sandra Niyonteze, die sich seit Langem in Schwabachs Partnerschaft mit Gossas im Senegal engagiert. Finanziert werde der Initiativkreis mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Auftrag von Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt, hieß es. Mit dem Initiativkreis wolle man zum Erfüllen der 17 Globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen beitragen.

Die Gründung des Arbeitskreises gehe auf eine Initiative der Städte Nürnberg, Fürth, Neumarkt und Schwabach zurück, die teils jahrzehntelange Partnerschaften mit Kommunen in Afrika pflegen.