Mühldorf am Inn (epd). Wie soziale Berufe am besten von der Digitalisierung profitieren können, untersucht ab Herbst ein Forschungsprojekt am Campus Mühldorf am Inn in Oberbayern. Studierende der Sozialen Arbeit und der Informatik werden hierfür zusammenarbeiten, wie die Technische Hochschule Rosenheim am Samstag mitteilte. Das bayerische Wissenschaftsministerium stellt dafür 575.000 Euro bereit.

"Der digitale Wandel ist ein absolutes Schlüsselthema für unseren zukünftigen Wohlstand", sagte Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU). Deshalb qualifiziere man Studierende dafür, zentrale Fragen der Digitalisierung zu durchdringen und sich über Fächergrenzen hinweg mit ihren Auswirkungen auseinanderzusetzen.

Das Projekt will untersuchen, wie Technologien sinnvoll genutzt werden können, um Partizipation und Kommunikation zu vereinfachen sowie das Wahrnehmen von Hilfsangeboten zu ermöglichen, erläuterte Professorin Edeltraud Botzum von der Fakultät für Sozialwissenschaften. Die neuen Kanäle der "mediatisierten Gesellschaft" souverän und reflektiert nutzen zu können, werde zu einer wesentlichen Aufgabe der Sozialen Arbeit.

In Zusammenarbeit mit Praxispartnern aus dem sozialen Bereich sollen konkrete Vorhaben verwirklicht werden. Das Forschungsprojekt ist auf vier Jahre angelegt.