Nürnberg (epd). Der neue evangelische Dekan im Nürnberger Norden, Jonas Schiller, will einen besonderen Fokus auf die Präsenz der Kirche "auf dem Sinn-Markt der Gesellschaft" legen. "Unsere Kirche hat an vielen Stellen ein Wandel erfasst, der strategisch, operativ, aber auch geistlich begleitet werden will", sagte der neue Dekan laut einer Mitteilung des evangelischen Dekanats Nürnberg vom Montag. "Unsere Gesellschaft braucht die orientierende und befreiende Botschaft des christlichen Glaubens - auch wenn sie vielleicht nicht danach fragt", sagte Schiller. Für Christen sei daher keine Untergangsstimmung angebracht, sondern "ein hoffnungsfrohes Selbstbewusstsein in einer sich stetig verändernden Welt".
Schiller wird am kommenden Sonntag (16. Januar, 16 Uhr) von der Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern ins Amt eingeführt. Der 43-Jährige war in den vergangenen drei Jahren als Theologischer Referent im Kirchenkreis Nürnberg tätig. Als Gemeindepfarrer fungierte er in den Gemeinden Nürnberg-Eibach und St. Sebald.
Als Dekan im Prodekanatsbezirk Nürnberg-Nord mit Sitz im Stadtteil Maxfeld übernimmt Schiller nun die Leitung von 13 Gemeinden mit über 40.000 Gemeindegliedern, heißt es in der Mitteilung. Der neue Dekan sei auch für Grundstücks- und Baufragen im Gesamtdekanat Nürnberg und für den jüdisch-christlichen Dialog in Nürnberg zuständig. Er folgt auf Dekan Christopher Krieghoff, der zum Jahreswechsel in den Ruhestand gegangen ist.