Würzburg (epd). In der Region Main-Rhön haben es Einbrecher offenbar auf Wertsachen aus Kirchen und Kapellen abgesehen: Seit Ende Juni gab es in den Landkreisen Haßberge, Schweinfurt und Rhön-Grabfeld insgesamt drei solcher Taten, wie das Polizeipräsidium Unterfranken am Dienstag in Würzburg mitteilte. Weil die Täter jeweils ähnlich vorgegangen sind, vermuten die Ermittler einen Zusammenhang. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung, um die Fälle aufzuklären.

Konkret wurde in der vergangenen Woche zwischen Donnerstagabend und Freitagfrüh in die katholische Wallfahrtskirche in Eltmann-Limbach (Kreis Haßberge) eingebrochen. Der oder die Täter brachen die Eingangstür sowie die Sakristeitür auf und machten sich danach am Tabernakel und am Altar zu schaffen. Gestohlen wurden einige vergoldete Kerzenständer für mehrere hundert Euro. Der verursachte Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf ungefähr 1.000 Euro.

Zwei weitere Einbrüche gab es bereits Ende Juni in der ebenfalls katholischen Stephanuskapelle am Friedhof in Wülfershausen (Kreis Rhön-Grabfeld) und in einer Kapelle im Dingolshausener Ortsteil Bischwind (Kreis Schweinfurt). In Wülfershausen wurde Bargeld aus dem Opferstock gestohlen, aus der Kapelle eine Hostienschale und eine Hostienhalterung (Custodia) für rund 600 Euro gestohlen. Der entstandene Sachschaden beträgt jeweils mehrere hundert Euro.