Nürnberg, Erlangen (epd). Der Theologische Vorstand der Stadtmission Nürnberg und der Diakonie Erlangen, Matthias Ewelt, verlässt das Sozialunternehmen im Sommer. Dann laufe der Vertrag von Ewelt aus, heißt es in einer Mitteilung der Stadtmission vom Dienstag. Die Position des Vorstandsvorsitzenden oder der Vorstandsvorsitzenden werde ausgeschrieben und neu besetzt, sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Stadtmission, Stadtdekan Jürgen Körnlein. Er dankte Ewelt für sein "ausdauerndes Engagement in den vergangenen fünf Jahren". Er habe die Entwicklung der Stadtmission Nürnberg und Diakonie Erlangen maßgeblich vorangetrieben und beide Häuser "überaus positiv geprägt".

Wie aus der Mitteilung der Stadtmission hervorgeht, herrschte im Vorstand offenbar nicht immer Einigkeit: Stil und Vorstellungen der bisherigen Vorstände seien beim Aufbau einer neuen Führungsstruktur für den Verbund nicht miteinander vereinbar gewesen, heißt es. Der Nachfolger oder die Nachfolgerin solle künftig als erste Vorstandsvorsitzender oder -vorsitzende "die innere und äußere Ausrichtung des diakonischen Unternehmensverbundes verantworten". Der derzeitige Interimsvorstand Markus Köhler solle den Umbau des Vorstandes bis zum Ende des Jahres begleiten. Gabi Rubenbauer bleibe als Vorständin künftig für den Bereich Finanzen zuständig.

Der 56-jährige Ewelt war seit 2017 bei dem diakonischen Träger. Davor war er Dekan im Dekanat Neustadt/Aisch.

Im Unternehmensverbund von Stadtmission Nürnberg und der Diakonie Erlangen sind 70 soziale Einrichtungen und Dienste vereint und elf Tochtergesellschaften. Sie beschäftigen nach eigenen Angaben 1.900 hauptamtliche und über 600 ehrenamtliche Mitarbeitende in der Metropolregion Nürnberg