Fürth (epd). Das Evangelische Bildungswerk Fürth (ebw) wird 40 Jahre alt. Es feiert das Jubiläum am Freitag, 24. Juni, mit einem "Sommernachtsfest", teilte Geschäftsführerin Veronika Frohmader am Montag mit. Auf dem Programm stehen Lesungen, Sommerlieder, ein Theaterstück und ein Trommelworkshop.
Programm und Anforderungen des Bildungswerks hätten sich zwar dem Wandel der Zeit angepasst, doch vieles sei nach wie vor so aktuell wie 1982, so Frohmader. Kirchensteuer, Frieden oder Ökologie seien wiederkehrende Themen. Das ebw sehe sich als Anlaufstelle für alle Ehrenamtlichen der insgesamt 30 Kirchengemeinden, für das es zuständig ist, aber auch als Weiterbildungseinrichtung. Andererseits wolle man auch Menschen außerhalb der innerkirchlichen "Blase" ansprechen. Das geschehe über die Kultur, wie beispielsweise bei Autorenlesungen oder spirituellen Spaziergängen zu Skulpturen im Stadtpark.
"Wir sind nicht auf unseren Dienstsitz festgelegt, sondern versuchen, dezentral zu arbeiten und bei den Gemeinden und in deren Räumen vor Ort zu sein", erklärt Frohmader. So finden beispielsweise die Einheiten zum neuen Basiskurs für ehrenamtliche Seelsorgende im Herbst im Gemeindehaus der Jakobusgemeinde in Stein statt. Der Workshop für Glaubensthemen in den sozialen Medien ist im Gemeindehaus von St. Michael in Fürth.
Drei Programme pro Jahr statt einem Jahresprogramm: Den schnell wandelnden Themen der Zeit wolle man sich so anpassen, sagte die theologische Referentin des ebw, Irene Stooß-Heinzel. "Seit dem Einmarsch der russischen Truppen ist die Welt eine andere. So schnell ändern sich auch die Fragen, die ein Bildungszentrum beantworten möchte".
Das "Evangelische" an der Institution sei einerseits die Struktur, die vor allem die protestantischen Vereinsmitglieder anspreche, aber auch die eigene religiöse Haltung, mit der spirituelle wie gesellschaftlich relevante Themen angegangen werden, ergänzte Benedikt Bruder, Pfarrer in Poppenreuth und Vorsitzender des Vereins.