Nürnberg (epd). Häusliche und sexualisierte Gewalt in Nicaragua und Deutschland, die Zukunft Brasiliens, die globale Gesundheit, argentinischer Tango, Fotos oder Malerei: Die Nürnberger Lateinamerikawochen bieten ein breites Themenspektrum. Sie beginnen am 20. Januar mit der Ausstellung von Nuna Frei, die am Rande des peruanischen Amazonas im Stil der "Muralistas" (Wandmalerinnen und Wandmaler) illustrative Acrylmalereien schafft, teilte das Kulturamt der Stadt Nürnberg mit. Die Foto- und Infoausstellung "Ni una menos! Weg aus der Gewalt" zeigt Fotografien der nicaraguanischen Künstlerin und Aktivistin Itzel Chavarría vom Kampf von Frauen für ein selbstbestimmtes Leben. Weltmusik und Klezmer erklingen am 22. Januar in der Villa Leon mit Cuarteto Lunares und anschließend Milonguita, die authentischen argentinischen Tango präsentieren.

Am 23. Januar gibt es um 18 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst unter dem Motto "Gesundheit - Heilung - Gerechtigkeit", der die Folgen der Pandemie für die ärmeren Länder der Erde thematisiert. Mit "Keine Privatsache! - Femizide, häusliche und sexualisierte Gewalt gegen Frauen" ist ein Vortrag am 24. Januar überschrieben. Eine Referentin von "Ni una menos! - Kein weiteres Opfer!" werde Hintergründe und Aktuelles zur Bewegung aus Lateinamerika berichten, die 2015 in Argentinien, nach dem Frauenmord an einer Teenagerin, entstanden ist. Am 25. Januar ist bei "Zentralamerika: Eine Region als Beute" die Rede von korrupten Eliten, Gewalt und sozialen Bewegungen in den Ländern Zentralamerikas. Weitere Vorträge befassen sich mit den Situationen in Brasilien, Kolumbien, Chile, Mexiko oder Kuba.

Die Profitinteressen der Pharmaunternehmen, aber auch die Verletzung von Menschenrechten von Umweltschützerinnen und Umweltschützern stehen ebenfalls auf dem Programm, das auch online zu verfolgen ist. Die Lateinamerikawoche endet mit einem Interkulturelles Familienfest am 30. Januar.