München, Schleißheim (epd). Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) hat beim Sommerempfang des Bayerischen Landtags die Bedeutung von Ehrenamtlichen hervorgehoben. "Wir feiern im Bewusstsein der Krise", sagte Aigner laut Redemanuskript am Dienstagabend im Schloss Schleißheim. Gerade in diesen Zeiten sei die Wertschätzung für das Engagement der unzähligen Ehrenamtlichen in Bayern wichtig. "Menschen, die etwas beitragen und große Verdienste haben - um unsere Heimat, die Regionen und unser Gemeinwesen."

Das Gemeinwesen lebe vom Zusammenhalt, betonte Aigner. Gemeinwesen werde gelebt, etwa in Hilfsorganisationen, in der Flüchtlingshilfe, in den Glaubensgemeinschaften, in der Kommunalpolitik oder dort, wo Brauchtum gelebt werde. Aigner dankte dabei auch den Corona-Helferinnen und Helfern in der Pflege und Krankenhäusern. Für diese werde es am kommenden Donnerstag (21. Juli) als Geste der Wertschätzung einen zweiten Empfang mit ihr und Ministerpräsident Markus Söder (CSU) geben.

Angesichts von Ungewissheiten und Ängsten habe man sich gefragt, ob man überhaupt feiern dürfe, räumte Aigner ein. Als Beispiele nannte sie den Ukraine-Krieg, die Energiekrise, eine mögliche Rezession und Wohlstandsverluste sowie die Corona-Pandemie. "Es sind harte Zeiten." Umso klarer sei der Entschluss gewesen, den Sommerempfang des Landtags abzuhalten: "Weil es uns guttut. Weil es für den guten Zweck ist. Weil es ein Fest für die Bürgerinnen und Bürger ist."

Nach zwei Jahren coronabedingter Pause fand der Sommerempfang des Bayerischen Landtags heuer wieder statt. Tausende Gäste aus Politik, Kultur, Kirchen, Religionsgemeinschaften, Sport und dem Ehrenamt waren der Einladung Aigners gefolgt. Der Empfang sei mit seinen 3.000 geladenen Bürgerinnen und Bürgern aus ganz Bayern das größte Ehrenamtsfest des Freistaats, hieß es in der Mitteilung.