Nürnberg (epd). In der Fähigkeit, Kindern und Jugendlichen eine Perspektive zu geben, zeigt sich nach Meinung des bayerischen evangelischen Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm die Zukunftsfähigkeit der Kirche. Zum 75-jährigen Bestehen der Evangelischen Jugendsozialarbeit (ejsa) am Donnerstag in der Jugendkirche Lux in Nürnberg sagte der Bischof laut Redemanuskript, die ejsa habe unzähligen Kindern und heranwachsenden Menschen auf die Beine geholfen, "ihnen eine echte Perspektive geboten und unterstützt, wo wenig oder keine Chancen waren".

Für ihn sei das ein wichtiges Beispiel von kirchlicher Arbeit, die keine Schlagzeilen mache, "aber im Leben von Menschen den entscheidenden Unterschied ausmachen kann". Das Besondere an evangelischer Jugendsozialarbeit sei, dass dort "persönliche und öffentliche Orientierung" geboten werde, sagte Bedford-Strohm. Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund hätten Abschlüsse gemacht und Arbeit finden können.

Die ejsa Bayern tritt als evangelischer Fachverband für sozial benachteiligte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ein, heißt es in einer Mitteilung der Landeskirche. Im Mittelpunkt ihres Engagements stünden Kinder und Jugendliche in besonderen Lebenslagen. Schulbezogene Jugendsozialarbeit (SJS) ist an 70 Schulen mit sozialpädagogischer Hilfe präsent. Um Chancen und Perspektiven für alle jungen Menschen zu ermöglichen, sei es wichtig, in Zukunft noch stärker in den Schulen präsent zu sein, um so früh wie möglich unterstützen zu können, sagte der Landesbischof.

Die Berufsbezogene Jugendhilfe (BBJH) der ejsa bietet in 19 Einrichtungen Plätze zur Qualifizierung und Ausbildung. Die Jugendmigrationsarbeit (JMA) leistet mit 18 Jugendmigrationsdiensten (JMD) und mehreren Jugendprojekten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge Integrationsarbeit für junge Migrantinnen und Migranten zwischen 12 und 27 Jahren.