München (epd). Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm wirbt für einen neuen Blick auf Windräder. Es gelte, seine Ästhetik hier etwas anzupassen, sagte der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) beim "Sonntags-Stammtisch" des Bayerischen Rundfunks (BR). Wenn man erkenne, dass sie nicht für ein gegen, sondern für ein mit der Natur leben stünden, verändere sich auch die Sicht auf diese Erzeuger erneuerbarer Energie.

Ein Zurück zum Atomstrom sei keine Option, so Bedford-Strohm. "Man kann nicht eine Unverantwortlichkeit durch eine andere ersetzen", betonte er: "Wir nehmen uns heraus, mit unseren Lebensgewohnheiten ein Leben zu pflegen, das von anderen bezahlt werden muss. Das ist nicht akzeptabel." Man könne nachfolgenden Generationen nicht die Atom-Abfälle hinterlassen, das sei unverantwortlich.

Bedford-Strohm sprach sich für mehr Windräder auch in Bayern aus. Windräder könne man wieder abbauen, wenn man eine bessere Lösung zur Energieerzeugung gefunden habe, so der Bischof. Atommüll und CO2 bekomme man jedoch nicht mehr aus der Umwelt.