München (epd). Die Krankenkasse DAK sucht wieder nach den besten Plakatideen gegen Komasaufen. Auch wenn in der Corona-Pandemie weniger Jugendliche exzessiv Alkohol konsumierten, sei das Thema nach wie vor brisant, sagte Sophie Schwab, Leiterin der Landesvertretung der DAK-Gesundheit in Bayern, laut Mitteilung vom Dienstag. Die Aufklärungsarbeit soll konsequent fortgesetzt werden. "Denn wir wollen verhindern, dass schon bald die Einlieferungen ins Krankenhaus wieder ansteigen." Im Jahr 2020 mussten 30 Prozent weniger Kinder und Jugendliche wegen Komasaufens medizinisch behandelt werden.

Schülerinnen und Schüler zwischen zwölf und siebzehn Jahren sind daher wieder aufgerufen, Plakate für das Motto "bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen" zu entwerfen. Bundesweit sind 11.000 Schulen zur Teilnahme eingeladen, Einsendeschluss ist der 30. April. Schirmherr der Kampagne ist der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Er unterstütze die Aktion gern, denn selbst in kleinen Mengen habe Alkoholkonsum gefährliche Folgen vor allem für junge Menschen. So steige das Risiko, psychisch oder physisch krank zu werden oder dass sich das Gehirn nicht richtig entwickle, betonte Holetschek.

Die DAK-Kampagne "bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen" geht bereits in ihre 13. Auflage. Seit 2010 haben bundesweit 115.000 Schülerinnen und Schüler Plakate gegen Rauschtrinken gestaltet. Dreimal gewannen junge Leute aus Bayern den Wettbewerb, der mit insgesamt rund 12.000 Euro dotiert ist.