München (epd). Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) warnt vor den gefährlichen Folgen der aktuellen Hitzewelle für pflegebedürftige Menschen. "Langanhaltende hohe Temperaturen belasten pflege- und betreuungsbedürftige Menschen ganz besonders", sagte er am Donnerstag laut Mitteilung. Gerade bettlägerige Pflegebedürftige und Menschen mit Demenz seien stark gefährdet. Sie könnten häufig nicht ausreichend auf die hohen Temperaturen reagieren, auch ihr Körper könne sich altersbedingt oft nicht mehr gut genug anpassen.

Pflegekräfte rief Holetschek daher zu besonderer Umsicht auf. Diese könnten sich auch im Rahmen des Projekts "Klimaanpassungsmaßnahmen in der Pflege" (KlapP) seines Ministeriums entsprechend schulen lassen, wie pflegebedürftige Menschen bestmöglich vor Hitze geschützt werden können. Dort würden konkrete Handlungsempfehlungen bei hitzebedingten Symptomen und Erkrankungen erklärt. Außerdem würden einfache Tipps gegeben, um gesundheitlichen Problemen vorzubeugen. Dazu zählten etwa viel Trinken und leichte Kost. Das Projekt wurde 2019 gestartet und läuft bis November 2023.

"Hitze beansprucht den Organismus der Menschen, kann zu Problemen des Herz-Kreislaufsystems führen und bestehende Erkrankungen verschlimmern", sagte der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Christian Weidner. Besonders Menschen mit Pflegebedarf litten unter andauernder Hitze.