Fürth (epd). Auch im zweiten Corona-Jahr 2021 ist vielen Paaren in Bayern offenbar die Lust aufs Heiraten vergangen. 59.670 Paare hätten sich im Standesamt das Ja-Wort gegeben - 2,4 Prozent weniger als noch 2020, teilte das Bayerische Landesamt für Statistik am Montag in Fürth mit. Im ersten Corona-Jahr hatten noch 61.138 Paare den Bund fürs Leben geschlossen - ebenfalls deutlich weniger als im Vorjahr 2019, als es noch 68.501 Trauungen gab.

Unterm Strich: Während der Corona-Pandemie gab es laut den Statistikern 12,9 Prozent weniger Hochzeiten. Noch weniger Ehen wurden übrigens zuletzt 2013 geschlossen - nämlich 59.623. Der erste Corona-Lockdown mit Kontaktbeschränkungen, Versammlungsverboten und geschlossenen Geschäften und Restaurants fand im März 2020 statt.

An den üblichen "Hochzeitstrends" hat sich indes wenig geändert: Beliebtestes Heiratsdatum 2021 sei wie üblich im Sommer gewesen, diesmal der 21. August, als sich 1.140 Paare das Ja-Wort gaben. Beliebtester Wochentag für eine standesamtliche Trauung war erneut der Freitag (22.156). Und der beliebteste Heiratsmonat war der Juli (8.716) Eheschließungen.