Nürnberg (epd). In der Nürnberger Kirche St. Egidien beginnt an diesem Donnerstag das Programm zum Christopher Street Day (CSD) 2022 in Nürnberg. Gezeigt wird dort die Fotoausstellung "Wir sind" der Künstlerin Katrin Kaa Riedl, teilte der Förderverein Christopher-Street-Day Nürnberg mit. 26 eigens für die Ausstellung angefertigte Foto-Porträts seien zu sehen. Kaa Riedl erforsche in ihrer Arbeit das gemeinsame Menschsein in aller Diversität queerer Personen. Den Anfang mache Nürnberg.

Das Projekt sei als "Work in Progress" angelegt und werde über einen längeren Zeitraum auch in andere Städte weiterentwickelt. Während der zwei "Prideweeks" zum CSD in Nürnberg sollen mehr als 60 queere, unterschiedliche Events unter dem Motto "Sichtbarkeit schafft Sicherheit" stattfinden, hieß es. Das Programm reicht von Workshops und -Infoveranstaltungen über Szene-Führungen, Lesungen, Picknicks, Kulinarischem, Sportevents oder einer Motorradausfahrt.

Nahezu wöchentliche, queerfeindliche Angriffe auf friedlich CSD feiernde Menschen würden zeigen, dass sich LSBTIQ*-Menschen Freiheit, Akzeptanz und Gleichstellung in Politik und Gesellschaft noch immer erkämpfen müssten. "Sie wollen nicht diskriminiert, geschlagen, verfolgt oder getötet werden, nur dafür, dass sie so sind, wie sie sind, und lieben, wen sie lieben", teilten die Veranstalter mit. Christopher-Street-Days sorgten für die Sichtbarkeit dieser Menschen.

Die Nürnberger "Prideweeks", die unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisters Marcus König und von Karl Freller (beide CSU), dem Vizepräsidenten des bayerischen Landtags und Direktor der Stiftung Bayerischer Gedenkstätten stehen, enden mit einer CSD-Polit-Demo am Samstag, 6. August und einem Straßenfest am 6. und 7. August.