München (epd). Zum Internationalen Tag des Luchses (11. Juni) fordert der Bund Naturschutz (BN) in Bayern mehr Unterstützung für den Luchs in Deutschland. Hierzulande lebten rund 125 bis 135 erwachsene Luchse, dies sei jedoch zu wenig für einen stabilen Bestand, teilte der Bund Naturschutz am Freitag mit.

Neben Inzucht und genetischer Verarmung sei die räumliche Isolation der Luchsvorkommen in Deutschland ein Problem, hieß es in der Mitteilung. Die Bestände verteilten sich auf den Bayerischen Wald, den Harz und den Pfälzerwald. Die Tiere müssten daher wieder in einen Austausch gebracht werden, forderte die BN-Artenschutzexpertin Christine Margraf.

"Luchse sind eher wenig wanderfreudig und reagieren empfindlich auf Landschaftszerschneidung durch Straßen", sagte Margraf. Ihre Ausbreitung stagniere seit Jahren. Viele Luchse würden überfahren, andere kämen durch Krankheiten um oder würden illegal getötet. Daher brauche es Auswilderungs-Projekte und Querungshilfen an Straßen wie Grünbrücken oder Unterführungen.