Augsburg (epd). 2,5 Millionen Euro Forschungsgelder erhält ein bayerisches Vorhaben der Friedens- und Konfliktforschung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, wie die Universität Augsburg am Mittwoch mittteilte. Es werde am 1. April seine Arbeit aufnehmen. An dem interdisziplinären Verbund seien die Universität Augsburg, das in München sitzende außeruniversitäre Institut für Zeitgeschichte (IfZ), die Universität Bayreuth und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg beteiligt. Sie wollen in den kommenden vier Jahren ein Bayerisches Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung (BZeFK) aufbauen.
Die inhaltliche Klammer des Forschungsverbunds mit insgesamt acht sozial- und geschichtswissenschaftlichen Einzelprojekten seien "Deutungskämpfe im Übergang", hieß es. Man gehe davon aus, dass Geschichte nie als Geschichte, sondern immer als eine Deutung von Geschichte vorhanden sei, erklärte der Inhaber des Lehrstuhls für Friedens- und Konfliktforschung, Professor Christoph Weller, auf epd-Anfrage den Forschungsansatz. Die Kämpfe um die Deutung der Geschichte zum Beispiel am Ende einer politischen Epoche wie dem Ende der DDR könnten positiv für eine friedliche Zukunft sein, sagte Weller, der das Projekt leitet.