Regensburg, Donaustauf (epd). Der Physiker und Nobelpreisträger Max Planck hat einen Platz in der Ruhmeshalle Walhalla bei Donaustauf (Landkreis Regensburg) erhalten. Am Freitag wurde die Marmorbüste des Physikers aufgestellt und enthüllt. Sie ist damit die 132. Büste in dem klassizistischen Tempelbau, der hoch über dem Donautal liegt. Nach dem Willen seines Erbauers, König Ludwig I., sollen dort verdiente Persönlichkeiten "teutscher Zunge" mit Gedenktafeln oder Marmorbildern geehrt werden.

Der Physiker Max Planck (1858-1947) gilt als Begründer der Quantenphysik. 1918 wurde er für seine Forschung mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Zahlreiche physikalische Gesetze und Konstanten sind nach dem Wissenschaftler benannt, beispielsweise das Plancksche Wirkungsquantum oder das Plancksche Strahlungsgesetz. Planck starb 1947 in Göttingen.

In jüngster Zeit waren in der Walhalla unter anderem Büsten von Heinrich Heine, dem Mathematiker Carl Friedrich Gauß und der NS-Widerstandskämpferin Sophie Scholl aufgestellt worden. Eine Marmorbüste der Künstlerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz zog dort 2019 ein - als eine von bisher insgesamt 13 Frauen.

Nur alle fünf bis sieben Jahre wird eine neue Persönlichkeit in der Walhalla mit einem Marmorbild geehrt. Das Auswahlverfahren wird von der Akademie der bayerischen Wissenschaften begleitet, die Entscheidung über die Aufnahme liegt beim bayerischen Ministerrat. Die 1842 eingeweihte Walhalla wurde von Architekt Leo von Klenze entworfen. Jedes Jahr besuchen den Ruhmestempel bei Donaustauf mehr als 100.000 Besucher.