Die Bevölkerung in Bayern wächst dem Landesamt für Statistik zufolge bis 2040 gegenüber dem Jahr 2020 um 4,8 Prozent oder rund 518.000 auf 13,66 Millionen Menschen. Zum Stichtag 31. Dezember 2020 lebten im Freistaat 13,14 Millionen Menschen, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag bei der Präsentation der Bevölkerungsvorausberechnung im Landesamt für Statistik in Fürth. Dieser Zuwachs kommt allerdings alleine durch Zuzüge zustande - die Zahl der Geburten in Bayern reiche nicht aus, um alle Sterbefälle auszugleichen.

Herrmann sagte, die Corona-Pandemie habe auf die Bevölkerungsentwicklung zwar Auswirkungen, diese seien aber kurzfristiger Natur - langfristig würde sich die Demografie wie erwartet entwickeln. "Bayern ist und bleibt ganz offensichtlich sehr attraktiv" zum Leben und Arbeiten, sagte Herrmann. So habe die Berechnung ergeben, dass alle 96 kreisfreien Städte und Landkreise in Bayern ein positives Wanderungssaldo haben werden. Das bedeutet, dass mehr Menschen dorthin ziehen als wegziehen. Gleichwohl heißt das nicht, dass die Bevölkerung dort insgesamt dann auch wächst.

Auch bis 2040 wird es bei der Bevölkerungsentwicklung regionale Unterschiede geben, sagte der Innenminister. In den Regierungsbezirken Oberbayern (+ 6,9 Prozent), Schwaben (+ 6,2 Prozent), Niederbayern (+5,3 Prozent), Mittelfranken (+2,3 Prozent), Oberpfalz (+ 2,1 Prozent) wird es ein Bevölkerungswachstum geben, in Oberfranken (-3,5 Prozent) und Unterfranken (-1,5 Prozent) hingegen einen Bevölkerungsrückgang. Fände nach Bayern kein Zuzug aus dem Ausland oder anderen Bundesländern statt, würde die Bevölkerung bis 2040 überall schrumpfen.

Besonders stark wächst die Gruppe der Über-65-Jährigen bis 2040 - ihr Anteil liegt dann bei 25,6 Prozent - 2020 waren es noch 20,7 Prozent. Zwar nehme auch die Zahl der Unter-20-Jährigen bis 2040 moderat um 157.000 Personen zu, letztlich müssten aber immer weniger Erwerbstätige immer mehr Rentner versorgen. Würde das Renteneintrittsalter bei 65 Jahren liege, müssten 2040 jeweils 100 Erwerbstätige rund 46 Rentner versorgen, bei einem Eintrittsalter von 67 Jahren seien es rund 40 Rentner gegenüber 100 Erwerbstätigen, erläuterte Herrmann.