Nürnberg, München (epd). Die Menschen haben derzeit wenig Freude am Einkaufen. Das Konsumklima sei aufgrund der Corona-Pandemie deutlich abgerutscht, sagte der GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl am Dienstag in der Bayern 2 "radioWelt". Viele Verbraucher hätten Angst sich zu infizieren und scheuten deshalb den Gang in die Läden. Auch durch die abgesagten Weihnachtsmärkte im Freistaat seien die Innenstädte leerer als gewöhnlich zu dieser Zeit.

"Die Verbraucherstimmung hat sich zum Jahresende spürbar abgekühlt", sagte Bürkl. Neben der Pandemie spielten aber auch die steigenden Preise eine Rolle für das zurückhaltende Kaufverhalten. Die Inflationsrate stieg im November auf über fünf Prozent: "Das beeinträchtigt die Kaufkraft und beeinflusst das Konsumklima negativ", so Bürkl. Neben der aktuellen Kurzarbeit in manchen Bereichen sei außerdem nicht auszuschließen, dass es im kommenden Jahr zu mehr Insolvenzen und zu einer steigenden Arbeitslosigkeit kommen werde. Auch das bedrohe das Konsumklima.